Für wen ist die IGM-Körpertherapie geeignet

Die einfühlsamen und fließenden Berührungen der IGM-Körpertherapie eignen sich besonders für Menschen, bei denen es im frühen Kindesalter an psychischen Grundnahrungsmitteln wie Liebe, Geborgenheit, Wärme, Sicherheit, verlässlicher Zuwendung und Körperkontakt („Defizite“) gefehlt hat. Besonders bei „Defiziten“, die vor der Sprachentwicklung liegen, kann das Verständnis von körperlichen Botschaften der einzige Weg sein, um Kontakt mit dem Erleben herzustellen. Diese mangelnde Selbstbestätigung behindert den Aufbau von Selbstsicherheit.

Halt gebende, nährende und wärmende Berührungsarbeit unterstützt Ich-schwache Menschen, hilft ihnen Ich-Grenzen aufzubauen und sich im „Körper-Selbst“ zu gründen. In einem regressiven Feld können frühere, schwierige Lebenserfahrungen in der therapeutischen Beziehung aktualisiert (Regression) und besser verarbeitet werden. Es wird angeboten, was der Klient oder die Klientin in der Kindheit für den Aufbau des Selbst gebraucht hätte und auch jetzt noch braucht: eine korrigierende Erfahrung, die in der therapeutischen Beziehung angesprochen werden kann. Das kann zum Verständnis beitragen. Diese Angebote erfolgen aber so, dass sie der Klient oder die Klientin als erwachsene Person annehmen kann und sich verstanden fühlt. Denn neben der direkten Körperarbeit wird ein Raum geöffnet, um Emotionales und Kognitives zu ergründen. Dabei wird auch auf psychodynamische Prozesse wie Übertragung, Gegenübertragung, Regression und verschiedene Arten des Widerstandes geachtet.

Um den Körper auch einmal auf angenehme Weise zu erleben, kann die IGM-Körpertherapie außerdem bei Erkrankungen, die mit erhöhtem Stress zu tun haben, wie etwa bei Burn-out, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Darmbeschwerden oder auch bei chronischen Schmerzen unterstützend wirken.

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